Was ist das operationsrisiko?

Frage: Gibt es eine „risikofreie“ Operation?

Antwort: Nein. In der Medizin ist das Risiko nie null. Es kann jedoch durch richtige Indikation, gute Vorbereitung, Sterilität, Anästhesiesicherheit und Nachsorge reduziert werden.

Frage: Wie werden Risiken gruppiert?

Antwort: Meist in drei Hauptgruppen:

  1. Infektionsrisiko (Wund-/Operationsgebietinfektion)
  2. Anästhesierisiken (abhängig vom allgemeinen Gesundheitszustand)
  3. Eingriffsspezifische chirurgische Risiken

In der Literatur häufig berichtete ungefähre Bereiche:

  • Operationsgebiet-Infektion: ca. 1–5 % bei vielen elektiven Eingriffen
  • Duralriss/Liquorleck bei Wirbelsäulenoperationen: ca. 1–10 %
  • Rezidiv-Lendenbandscheibenvorfall nach Operation: ca. 5–15 %
  • Übelkeit/Erbrechen nach Vollnarkose: ca. 20–30 % je nach Risikoprofil
  • Halsschmerzen/Stimmveränderung nach Intubation: vorübergehend ca. 30–70 %

Was kann ich als Patient zur Risikoreduktion tun?

  1. Bei Rauchen: Entwöhnungsplan erstellen (wichtig für Wundheilung).
  2. Erkrankungen wie Diabetes/Bluthochdruck gut einstellen.
  3. Alle Medikamente angeben (auch Blutverdünner).
  4. Infektionszeichen kennen: Fieber, Rötung, Sekret, zunehmender Schmerz.
  5. Nachsorgetermine nicht versäumen.