Operationen bei lumbalem Bandscheibenvorfall
Art und Zeitpunkt der Operation werden anhand der Beschwerden, neurologischen Befunde und Bildgebung des Patienten festgelegt. Die folgenden Angaben sind allgemein.
Frage: Welche Operationsarten gibt es beim lumbalen Bandscheibenvorfall?
Antwort: Die chirurgischen Optionen werden entlang eines Spektrums von minimalinvasiven bis zu offenen Verfahren bewertet:
- Minimalinvasive Verfahren
• Endoskopische Diskektomie
• Nukleoplastie / Anuloplastie / Hydrodiskektomie
• Kann bei ausgewählten Patienten in Lokalanästhesie oder Sedierung durchgeführt werden
• Bei geeigneter Patientenauswahl werden Komplikationsraten von etwa 1–5 % berichtet - Offene Operationsverfahren
• Mikrodisektomie (Mikrochirurgie): In Vollnarkose über einen kleinen Schnitt
• Instrumentierte Fusion: Wird bei Instabilität in Betracht gezogen; langfristige Anschlusssegment-Probleme werden mit etwa 10–30 % angegeben - Bewegungserhaltende Chirurgie (Prothese)
• Durchführung mit Implantaten, die teilweise Wirbelsäulenbewegung erlauben
• Ziel ist die Reduktion der Belastung benachbarter Segmente bei ausgewählten Patienten
„Die Wahl der richtigen Operation für den richtigen Patienten ist eine stufenweise und individuelle Lösung in der Behandlung des lumbalen Bandscheibenvorfalls.“
Wie wird die Operationsart ausgewählt?
- Klinische Befunde (Beinschmerz, Kraftverlust)
- MRT und bei Bedarf dynamische Röntgenaufnahmen
- Vorliegen einer Instabilität
- Ansprechen auf zuvor durchgeführte konservative Behandlungen