Sollte ich trainieren?

Frage: Hilft Training wirklich bei Wirbelsäulenproblemen?

Antwort: Ja. Wissenschaftliche Studien berichten, dass richtig geplante Trainingsprogramme bei Rücken- und Nackenschmerzen eine Schmerzreduktion und funktionelle Verbesserung von etwa 30–60 % ermöglichen können. Der Effekt hängt von Trainingsart, Regelmäßigkeit und individueller Eignung ab.

Frage: Wie sollte mit dem Training begonnen werden?

Antwort:
• Zunächst sollte eine Beurteilung durch einen Facharzt für Physikalische Medizin oder einen Physiotherapeuten erfolgen.
• Mit einfachen Dehnübungen beginnen und den Bewegungsumfang schrittweise steigern.
• Ziel ist nicht, den Schmerz durch Überlastung zu beseitigen, sondern die Muskulatur innerhalb einer schmerzfreien Grenze zu stärken.

Vier Schritte für sicheres Training

  1. Beginn: Leichte Dehn- und Atemübungen
  2. Steigerung: Langsames Krafttraining
  3. Kontrolle: Bei Schmerzanstieg stoppen und neu beurteilen
  4. Kontinuität: Regelmäßige Durchführung mindestens an 3 Tagen pro Woche

„Ein individuell geplanter Trainingsplan ist eine grundlegende Lösung zur Erhaltung der Wirbelsäulengesundheit.“

Frage: Ist Pilates für jeden geeignet?
Antwort: Pilates ist ein kontrolliertes Trainingssystem, das die Muskeln rund um die Wirbelsäule anspricht. Wenn es korrekt vermittelt und individuell angepasst wird, wird es häufig bei Rücken- und Nackenproblemen eingesetzt. Studien berichten, dass regelmäßig durchgeführtes Pilates bei Rückenschmerzen eine funktionelle Verbesserung von etwa 40–50 % bewirken kann.

Wichtiger Hinweis:
• Pilates allein ist keine Wundertherapie.
• Es muss mit einem geschulten Trainer und entsprechend den persönlichen Grenzen durchgeführt werden.