Was bedeutet „Kleinhirnherniation“?

Frage: Was bedeutet „Kleinhirnherniation“?

Antwort: Das entspricht der Chiari-Typ-I-Malformation (Arnold–Chiari). Definiert als Verlagerung der unteren Kleinhirntonsillen durch die Öffnung an der Schädelbasis nach unten.

Frage: Wie häufig ist Chiari Typ I?

Antwort: Mit häufigerem MRT werden mehr Zufallsbefunde entdeckt. Publikationen berichten MRT-Nachweisraten von etwa 0,2 % bis etwas über 3 %.

Frage: Welche Symptome kann Chiari Typ I verursachen?

Antwort: Häufig diskutiert:

  1. Kopf- und Nackenschmerzen (oft verstärkt bei Husten/Pressen)
  2. Taubheit/Brennen oder Schwäche in Armen und Schultern
  3. Neurologische Zeichen wie Gleichgewichtsstörungen und reduzierte Handgeschicklichkeit

Frage: Kann Chiari Typ I zusammen mit Syringomyelie auftreten?

Antwort: Ja. Besonders in pädiatrischen Serien wird Syringomyelie bei etwa 23 % der Chiari-Typ-I-Fälle berichtet.

Vorbereitung auf den Arztbesuch bei Chiari-Verdacht:
• Symptomtagebuch: Beginn, Auslöser (Husten/Pressen), Ausstrahlung in den Arm
• Frühere MRT-/CT-Bilder und Befunde mitbringen
• Neurologische Befunde notieren: Gleichgewicht, Handfunktion, Gehen, Taubheitsareale
• Abklärung ggf. gemeinsam durch Neurochirurgie und Neurologie

„Ziel der Beurteilung von Chiari Typ I und Syringomyelie ist es, die Ursache der Befunde zu klären, das Progressionsrisiko zu überwachen und – falls nötig – Operation oder Verlaufskontrollen anhand evidenzbasierter Kriterien zu planen.“