Was ist das Tethered-Cord-Syndrom?

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Was ist das Tethered-Cord-Syndrom?

Was ist das Tethered-Cord-Syndrom?

Dabei handelt es sich um einen Zustand, bei dem das untere Ende des Rückenmarks abnorm tief liegt und im Spinalkanal fest bzw. straff fixiert ist. Meist ist dies eine angeborene Entwicklungsvariante. Es kann auch als verdicktes Filum terminale, fettreiches (fatty) Filum oder „tethered cord“ bezeichnet werden.

Woran erkennt man das Tethered-Cord-Syndrom?
Im Kindesalter:
• dunkles Muttermal über dem unteren Rücken
• übermäßiger Haarwuchs
• Hautgrübchen
• nächtliches Einnässen

In späteren Jahren:
• Kreuz- und Beinschmerzen
Schwäche und Sensibilitätsverlust
Blasen-/Darmkontrollstörungen
Skoliose kann auftreten

Wie wird die Diagnose gestellt?
Das MRT ist der Goldstandard. Es beurteilt u. a.:
• einen tiefer als normal liegenden Conus medullaris
• ein verdicktes Filum terminale oder das Vorliegen eines Lipoms

Was passiert ohne Behandlung?
Unbehandelte Fälle können entwickeln:
• Syringomyelie
• Nervenleitungsstörungen
• dauerhafte motorische und sensible Defizite

Wie wird behandelt?
Die Haupttherapie ist das „Detethering“ (operative Lösung/Freisetzung des Rückenmarks).
Nicht-operative Ansätze sind meist unterstützend und dienen der Symptomlinderung.