Was ist informierte Einwilligung (Informed Consent)?

Frage: Ist informierte Einwilligung nur eine Unterschrift?

Antwort: Nein. Sie bedeutet, dass nach verständlicher Erklärung von Diagnose, Optionen, erwartetem Nutzen, Risiken/Komplikationen, Alternativen und postoperativem Ablauf die Fragen des Patienten beantwortet werden und der Patient freiwillig entscheidet.

Frage: Welche Rollen haben Arzt und Patient?

Antwort:

  • Verantwortung des Arztes: Risiken, Alternativen und mögliche Ergebnisse klar erklären.
  • Recht des Patienten: Fragen stellen, Zweitmeinung einholen, Bedenkzeit nehmen, ablehnen.
  • Verantwortung des Patienten: Unklares ansprechen und Entscheidung klären.

Vorbereitung auf das Aufklärungsgespräch

  1. Fragen Sie: „Was passiert, wenn ich mich nicht operieren lasse?“
  2. Lassen Sie Alternativen schriftlich festhalten.
  3. Fragen Sie nach den 3 häufigsten Risiken und dem Vorgehen bei ihrem Auftreten.
  4. Bitten Sie um den postoperativen Plan: Mobilisation, Wundpflege, Nachsorgetermine.
  5. Verlangen Sie eine kurze schriftliche Zusammenfassung.

Eine einseitige schriftliche Übersicht (Diagnose–Optionen–Risiken–Plan) kann Patienten helfen, fundiertere Entscheidungen zu treffen.