Was wird bei einer Lendenwirbelfraktur getan?
Die Behandlungsplanung bei Lendenwirbelfrakturen erfolgt multidisziplinär. Wenn das Nervensystem betroffen ist, ist eine entsprechende fachärztliche Beurteilung wichtig.
Frage: Warum nehmen Lendenwirbelfrakturen zu?
Antwort:
• Verkehrsunfälle mit hoher Geschwindigkeit
• Zunehmende ältere Bevölkerung
• Osteoporose
Laut Literatur:
• Das Risiko für osteoporotische Wirbelsäulenfrakturen bei Frauen über 65 Jahren liegt bei etwa 25–30 %
• Durch einfache Stürze verursachte Wirbelsäulenfrakturen machen etwa 60–70 % aller Wirbelfrakturen aus
Frage: Ist bei Lendenwirbelfrakturen immer eine offene Operation erforderlich?
Antwort: Nein.
Wie wird die Behandlung geplant?
- Art und Zeitpunkt der Fraktur werden beurteilt
o Frakturen innerhalb der ersten 6–8 Wochen sind besser für minimalinvasive/geschlossene Verfahren geeignet - Das Vorliegen einer Nervenschädigung wird geprüft
- Die Knochenqualität wird gemessen (Osteoporose)
Bei osteoporosebedingten Frakturen ohne Nervenschädigung:
• Vertebroplastie / Kyphoplastie
• Anteil der Patienten mit erfolgreicher Schmerzkontrolle: etwa 80–90 %
Bei Nervenschädigung oder Trümmerfraktur:
• Offene Operation + Stabilisierung kann erforderlich sein